Gedanken akzeptieren: Der MAC-Ansatz

Zusammenfassung: Im MAC-Ansatz geht es darum, negative Gedanken zu akzeptieren: „Ich kann mich schlecht fühlen und optimale Leistungen bringen.“

Der MAC-Ansatz (Mindfulness – Acceptance – Commitment) wird bereits seit einigen Jahren im therapeutischen Bereich eingesetzt und hat inzwischen auch im Bereich der Sportpsychologie Einzug gehalten. In ihrem Buch von 2007 stellen Gardner und Moore dazu Module, Übungen und Formblätter vor, die in übersetzter und etwas veränderter Form die Grundlage für das hier vorgestellte Programm bilden.

Das Prinzip
Gedanken als Teile unseres Bewusstseins sind meist mit Emotionen verbunden. Sie können positiv, aber auch negativ auf uns wirken, d.h. unangenehm sein. Bei unangenehmen Gedanken besteht die starke Tendenz, sofort etwas zu unternehmen, um diese negativen Gedanken wieder loszuwerden. Ein Beispiel: Falls man sich über eine Kritik des Trainers ärgert, könnte es passieren, dass man keine Lust mehr zum weiteren Trainieren hat oder gar die Tasche packt und geht. Der erste Weg zeigt eine innere Resignation, der zweite die Flucht aus der Situation. In beiden Fällen ist das Verhalten dominiert durch den Drang, das negative Gefühl des Ärgers zu beseitigen. Viel schlimmer ist noch, dass dadurch die eigentlich ins Auge gefassten Ziele völlig aus den Augen verloren werden. Im Hintergrund steht dabei die Einstellung: „Wenn ich mich schlecht fühle (=negative Gedanken), kann ich keine gute Leistung bringen.“

Das Prinzip des hier vorgestellten Programms ist es, sich der negativen Gedanken bewusst zu werden („Mindfulness“) und sie zu akzeptieren ohne darauf zu reagieren („Acceptance“). Stattdessen geht es darum, sich auch in solchen Situation zu den eigenen Ziele und Werten bekennen („Commitment“) und das Verhalten aufgabenorientiert zu steuern: „Ich kann mich schlecht fühlen und optimale Leistungen bringen.“

Literatur: Gardner Frank L., Moore Zella E. The Psychology of Enhancing Human Performance: The Mindfulness-Acceptance-Commitment (MAC) Approach. New York: Springer, 2007

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