Zusammenfassung: Zweifel, Sorgen oder Ängste führen zu einem Teufelskreis des Grübelns.
Im Verlauf des Wettkampfes oder bereits schon früher während der Vorbereitung kommen Zweifel, Sorgen oder Ängste ins Spiel und sorgen dafür, dass die Gedanken geprägt werden durch diese negativen Aspekte, zum Beispiel:
- „Bei dieser Meisterschaft habe ich bisher immer schlecht abgeschnitten. Das wird bestimmt jetzt auch wieder so sein.“
- „Beim Aussteigen aus dem Auto hatte ich so einen Schmerz im Fuß.“
- „Dieses Stadion liegt mit irgendwie nicht.“
- „Wenn ich heute versage, sind alle sehr enttäuscht von mir.“
Diese Gedanken können so an Intensität zunehmen und so bedrohlich werden, dass sie einen Teufelskreis anstoßen, der das Selbstvertrauen angreift, dadurch die Zweifel verstärkt, was wiederum das Selbstvertrauen noch weiter stört. Verhindert wird dadurch ein unbefangenes, lockeres Verhalten, das für optimale Leistungen so wichtig ist. Die Folgen sind zum Beispiel Unsicherheiten oder Verhaltensfehler, die zu Misserfolgen oder Niederlagen führen können:
- Einstellung: Die zuvor aufgestellte Zielsetzung kann mit einem Schlag über den Haufen geworfen sein, weil die angestrebten Ziele überhaupt nicht mehr erreichbar erscheinen.
- Selbstvertrauen: Da die eigenen Gedanken nicht mehr unter Kontrolle sind, besteht das Gefühl des Ausgeliefertseins („Ich kann nichts dagegen machen.“). Dieses Gefühl der mangelnden Kontrolle führt zu einer Verminderung des Selbstvertrauens, das wiederum eine wesentliche Voraussetzung für Top-Leistungen (und für ein Flow-Erleben) ist.
Was kann man tun?
- Atembeobachtung: Mit Hilfe der Atembeobachtung kann man die eigenen Gedanken ablenken, indem die Aufmerksamkeit auf die eigene Atmung gerichtet wird [mehr]