Atembeobachtung

Ziel der Atembeobachtung ist es, das Aktivierungsniveau zu senken, zu entspannen und störende Gedanken auszuschalten, um die Aufmerksamkeit besser auf die folgenden Leistungen bündeln zu können.

Prinzip der Atembeobachtung

In Momenten der Ruhe (z.B. kurze Wettkampfpause) wird die Atmung als körpereigene Funktion beobachtet, d.h. die zur Atmung gehörenden Körperbewegungen werden bewusst wahrgenommen ohne in die Steuerung der Atmung einzugreifen.

Wirkung

Durch die kontinuierliche Bindung der Wahrnehmung an die eigene Körperfunktion werden andere (störende) Gedankenflüsse unterbrochen. Die Konzentration auf den eigenen Körper stärkt die Einheit von Körper und Geist. Die Ausschaltung der Umwelt hat einen beruhigenden Einfluss.

Ablauf

Einen Moment der Ruhe herstellen. Die Wahrnehmung konzentrieren auf die Bewegungen in Zusammenhang mit der Atmung, z.B. das An- und Abschwellen des Luftzuges in der Nase, die Kälte oder Wärme des Luftzuges in der Nase, das Heben und Senken der Bauchdecke oder des Brustkorbes. Dabei den automatischen Ablauf der Empfindungen kontinuierlich wahrnehmen ohne in die Steuerung der Atmung einzugreifen. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er die Übung im Sitzen, Stehen, Liegen, mit offenen oder geschlossenen Augen durchführt. Zum Abschluss sollte die Übung bewusst beendet werden.

Optionale Möglichkeiten

Der Beginn der Übung kann mit zwei oder drei tiefen und langsamen Atemzügen erleichtert werden. Mit dem Eintritt einer beruhigenden Wirkung entstehen kurze Pausen des Atemstillstandes zwischen dem Aus- und Wiedereinatmen. Diese kurzen Momente der Ruhe können genutzt werden, um die Wahrnehmung auf möglicherweise verspannte Muskelpartien zu richten und diese aktiv zu entspannen.

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