Aktivierung erkennen

Zusammenfassung: Im Wettkampf können verschiedene Verhaltensweisen des Sportlers Anzeichen für eine zu hohe oder zu niedrige Aktivierung sein.

Ziel ist es, das Aktivierungsniveau im individuell optimalen mittleren Bereich zu halten [mehr]. Eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Regulierung der Aktivierung ist das Erkennen des eigenen Zustands. Bin ich ausreichend aktiviert? Brauche ich mehr Aktivierung? Ist die momentane Aktivierung richtig oder brauche ich eher etwas Erholung?

Hier gilt es die Fähigkeit zu entwickeln, sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse richtig einzuschätzen. Auf dem Weg hin zu dieser Fähigkeit kommt dem persönlichen Umfeld, vor allem auch dem Trainer, eine besondere Rolle zu.

Aktivierung zu niedrig
Mögliche Anzeichen im Verhalten, dass die Aktivierung des Sportlers zu gering ausgeprägt ist:

Vor dem Wettkampf bzw. dem Spiel:

  • Denkt kaum an den Wettkampf oder das Spiel.

Während des Wettkampfs bzw. des Spiels:

  • Ist unaufmerksam.
  • Hat keine Körperspannung.
  • Bereitet sich kaum vor.
  • Vermeidet Anstrengungen.

Aktivierung zu hoch
Mögliche Anzeichen im Verhalten, dass die Aktivierung zu hoch ausgeprägt ist:

Vor dem Wettkampf bzw. dem Spiel:

  • Kann vor Nervosität nicht mehr richtig schlafen.
  • Wirkt angespannt.
  • Empfindet die Spannung als belastend.

Während des Wettkampfs bzw. des Spiels:

  • Fühlt sich gestresst.
  • Kann sich vor Aufregung nicht mehr richtig konzentrieren.
  • Wird ängstlich.

Aktivierung optimal
Mögliche Anzeichen im Verhalten, dass die Aktivierung im optimalen Bereich liegt:

Vor dem Wettkampf bzw. dem Spiel:

  • Ist freudig aufgeregt.
  • Ist zeitweise nervös, kann aber auch entspannen.
  • Empfindet die Spannung als positiv.

Während des Wettkampfs bzw. des Spiels:

  • Ist hellwach und verfolgt den Verlauf aufmerksam.
  • Zeigt eine hohe Körperspannung.
  • Bereitet sich gewissenhaft und engagiert vor.
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