Aktivierung aufbauen

Zusammenfassung: Techniken zur Aktivierung sollen bei der Wettkampfvorbereitung und im Wettkampf motivieren und das Erregungsniveau auf ein optimales mittleres Niveau anheben.

Liegt das Aktivierungsniveau eines Sportlers unterhalb seines optimalen Bereichs, gilt es, die Aktivierung anzuheben. Fehlende Aktivierung drückt sich häufig in Lustlosigkeit oder Desinteresse aus:

  • "Ich habe heute keine Lust.
  • "Ich brenne einfach nicht mehr so wie früher.

Es geht also darum, die Motivation aufzubauen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Über den Kopf
Die gedankliche Auseinandersetzung mit dem bevorstehenden Ereignis soll die Bedeutung dessen klarmachen und die Chancen des Erfolgs herausstellen. Techniken dazu sind:

  • Zielsetzung: Konkrete Ziele formulieren und dafür sorgen, dass diese Ziele verbindlich werden, z.B. durch einen Vertrag oder eine Wette.
  • Vorstellungen entwickeln: Durch ein möglichst plastisches Hineinversetzen in die zukünftige Situation können Erfolg (und das Risiko des Misserfolgs) deutlich gemacht werden. Dabei kann vor allem das Vorstellen eines erreichbar erscheinenden Erfolgs die Aktivierung erhöhen.
  • Feindbilder schaffen: "Ich lasse mich ja von jedem schlagen, aber von DEM nicht!". Wenn nichts mehr hilft im Motivationsloch, funktioniert manchmal doch der Angriff auf die Ehre. Eine solche Niederlage zu vermeiden, mobilisiert dann doch noch ungeahnte Kräfte. Aber Vorsicht: Ein Anstacheln über Feindbilder ist keine gute Basis für eine dauerhafte Motivation.

Über den Körper
Über die Anregung des Kreislaufs durch Bewegung wird auch eine psychische Aktivierung ausgelöst. Die Überwindung körperlicher Trägheit durch erzwungene körperliche Anstrengung bewirkt dabei eine Erhöhung der Bereitschaft zu weiteren Anstrengungen.

Diese Technik ist vor allem für eine kurzfristige Aktivierung z.B. im Wettkampfverlauf geeignet. Mögliche Formen sind:

  • Kurze Sprints, Steigerungen, Antritte, Kniehebeläufe, Liegestütze etc.

Grenzen
Sollte die Aktivierung häufig zu niedrig sein und damit die nötige Motivation ausbleiben, geht der Weg eigentlich nur über eine klare Zielsetzung. Dabei hilft dann auch kein Strohfeuer kurzfristiger Ziele. Dann gilt es vor allem, erst einmal die großen Ziele abzustecken: Was ist eigentlich wirklich wichtig im Leben?

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